Da ich ja so wahnsinnig viel langeweile habe und mit meiner Zeit nichts besseres anzufangen habe, dachte ich mir, ich müsste die Zeit mit Auto nutzen und mal nach San Antonio fahren. So sind wir, Leena und ich die 78 Meilen südlich nach San Antonio gefahren. Der River Walk ist ein Traum, leider war der Himmel so dunkel, dass die Bilder nicht wirklich freundlich aussehen. Aber es ist wirklich unglaublich charmant und unamerikanisch. Wirklich schnuckelige kleine Restaurants am Wasser, viel, viel Grün und einfach nett.
Hier ein nettes Bild von http://www.lindsayfincher.com:

Anschließend waren wir bei der Alamo Mission. Um San Antonio gibt es den Mission Trail, wo die Native Americans mehr oder weniger wie Sklaven gehalten wurden und eben missioniert wurden. Christliche Werte, Sprache etc. wurden ihnen auferzwungen. Die Natives wurden ihren Familien entrissen und es wurde ihnen verboten ihre Sprache zu sprechen und ihren Glauben zu praktizieren. Das gesamte Gelände in San Antonio ist wunderschön, wie ein Garten mit vielen Pflanzen, aber wie die Geschichte präsentirt wird ist erschreckend unkritisch. Es wird von Schutz bieten gesprochen und Natives in Schutz nehmen und dergleichen. Das ist mir irgendwie extrem negativ aufgefallen. Viele Famlien waren dort auf Familienausflug. Zwischendurch wurden dann immer perfekte Schnappschüsse produziert. Eine Frau wies ihren Mann an doch seinen Arm bitte schnell um sie zu legen, fürs Foto nur, selbstverständlich. Der Ort war perfekt für Spzialstudien. Dort und auch in der Stadt gab es so viele aus der Form geratenen Menschen. So etwas gibt es zwar auch in Austin, aber eher selten und dann in einer etwas gesünderen Version. Dort aber hat man so viele Menschen gesehen, wo der Hintern die Person getragen hat. Und mir ist mal wieder aufgefallen, dass die Menschen hier anders dick sind, als in Deutschland. Diese Schwimmringe und die Proportionen sind unique amerikanisch. Aber wie gesagt, Austin ist da ganz anders. Auch die Menschen selbst sind hier viel entspannter, viel cooler. Ich muss mich immer wieder daran erinnern in Texas zu sein, weil die Leute hier so extrem liberal, weltoffen, bewusst leben. Austin trennt Müll! Austin hat zig verschiedenen vegetarische Restaurants oder auch vegan und ist einfach nur total charmant. Ich weiß, das Wort habe ich jetzt schon öfter benutzt, aber es trifft es einfach nur perfekt.
Komisch irgendwie, San Antonio war nett, aber als ich wieder in Austin war, habe ich mich schon irgendwie, wie zu Hause gefühlt und war froh, wieder hier zu sein.
Habe heute beim Whole Food Store den Bäcker entdeckt, der wirkliches, echtes Brot bäckt. Habe noch keins gekauft, aber wir haben den Knautschtest bei einem eingepackten Brot gemacht und es hat ihn tatsächlich bestanden.
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Daran konnte ich nicht vorbeilaufen. 








-43 Tage: Ich habe ein Zimmer
Das Zimmer mit dazugehörigem Haus befindet sich etwa 4.5. Meilen Fahrtweg von der Uni entfernt. Bislang bin in sehr guter Dinge was den täglichen Weg ins Zentrum betrifft, ob mit Bus oder Fahrrad. Ein Realitäts-Check folgt natürlich. Vor allem versuche ich mir vorzustellen, wie ich bei 36 Grad mit dem Fahrrad in der Gegend rumfahre. Man wird sehen.
Fotos von dem Zimmer habe ich bereits, aber die sind mit dem aktuellen, ziemlich schlampigen, geschmacklosen, Jalousien runter habenden Mitbewohner nicht wirklich repräsentativ. Aber Liza - eine meiner Mitbewohner - war so nett und hat schon mal so kleine Minifilme gedreht. Einen kleinen Eindruck bekommt man da bereits.
Video Nr. 1: Blick in den Garten
Video Nr. 2: Blick vom Garten zum Haus - die zwei Fenster an der Ecke gehören zu meinem Reich
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